Behebung von CANopen-Knotenverlusten: Einrichtungsanleitung für den Frequenzumrichter TM238LFDC24DT zu ATV312
Behebung von CANopen-Fehlern und Knotenverlusten beim Schneider TM238LFDC24DT
In der modernen industriellen Automatisierung vereinfacht die Integration von speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) mit Frequenzumrichtern (FU) über CANopen die Maschinenarchitektur. Die Verbindung einer Schneider Electric Modicon TM238LFDC24DT SPS mit einem Altivar ATV312 Umrichter macht teure Einzelverdrahtungen überflüssig. Allerdings stoßen Techniker bei der Inbetriebnahme häufig auf Knotenausfälle und Kommunikationsverluste. Powergear X Automation bietet diesen praktischen Leitfaden zur Behebung von CANopen-Netzwerkinstabilitäten mit Schwerpunkt auf Busterminierung und Problemen der physikalischen Schicht.
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Die entscheidende Rolle von 120-Ohm-Abschlusswiderständen in der CAN-Physik
Gemäß ISO 11898 benötigen CANopen-Netzwerke an jedem physikalischen Ende einen 120-Ohm-Abschlusswiderstand. Der CAN-Bus verwendet Differenzspannungssignale über die CAN_H- und CAN_L-Leitungen. Fehlen Abschlusswiderstände, kommt es zu Signalreflexionen an den Leitungsenden. Dadurch verzerrt das Signalrauschen die Frame-Struktur und führt zu häufigen Timeouts der Prozessdatenobjekte (PDOs). B2B-Ingenieure müssen überprüfen, ob der Gesamtwiderstand des Busses im ausgeschalteten Zustand etwa 60 Ohm beträgt.
Abstimmung der Softwarekonfiguration auf die Antriebsparameter des ATV312
Die Herstellung einer physischen Verbindung allein garantiert nicht den Betrieb des Antriebs. Die Software Schneider SoMachine oder EcoStruxure Machine Expert erfordert eine präzise Konfiguration der Slave-Knoten. Darüber hinaus müssen die Techniker die internen Antriebsparameter des ATV312 aktualisieren, um der CANopen-Karte Zugriff auf die Steuerung zu gewähren. Beispielsweise ist es unerlässlich, den Befehlskanal (CMD) und die Frequenzreferenz (FR1) auf CANopen einzustellen. Andernfalls kann die SPS zwar den Antriebsstatus auslesen, den Motor aber nicht starten.
Minderung von Rauschstörungen über lange Kabelstrecken
Die hohe Schaltleistung von Pulsweitenmodulation (PWM) durch Frequenzumrichter führt zu starken elektromagnetischen Störungen in benachbarten Signalleitungen. Berichte aus der Praxis zeigen, dass ungeschirmte Kabel die Anzahl der CAN-Fehler deutlich erhöhen. Daher müssen Installateure spezielle, geschirmte Twisted-Pair-Kabel verwenden, die für CAN-Netzwerke ausgelegt sind. Um die Signalintegrität zu gewährleisten, ist es außerdem unbedingt zu vermeiden, CAN-Kommunikationsleitungen parallel zu Hochspannungsmotorleitungen zu verlegen.
Schrittweise Inbetriebnahmeprozedur für CANopen-Kommunikation
- Physische Verkabelung prüfen: Prüfen Sie die korrekte Polarität der CAN_H-, CAN_L- und CAN_GND-Signalleitungen.
- Widerstand messen: Schalten Sie das Netzwerk aus und messen Sie den Widerstand zwischen CAN_H und CAN_L mit einem Multimeter.
- Baudraten überprüfen: Stellen Sie sicher, dass sowohl der TM238-SPS-Master als auch die ATV312-Antriebsslaves die gleiche Baudrate verwenden.
- Knoten-IDs zuweisen: Stellen Sie sicher, dass jedes ATV312-Laufwerk über eine eindeutige CANopen-Knoten-ID im Netzwerksegment verfügt.
- Steuerkanäle einstellen: Konfigurieren Sie die Antriebsparameter FR1 und CMD so, dass CANopen-Steuersignale gegenüber lokalen Anschlüssen priorisiert werden.
Bewährte Verfahren für Wartung und physische Kabelführung
Für eine langfristige Netzwerkstabilität sind eine sorgfältige Installation und die Einhaltung der Erdungsstandards unerlässlich. Die Kabelschirmung sollte gemäß den EMV-Richtlinien des Systems an einem einzigen Punkt geerdet werden. Zudem ist es zu vermeiden, zu viele Abschlusswiderstände an Zwischenknoten zu platzieren. Mehr als zwei 120-Ohm-Widerstände überlasten den Bus-Transceiver und können zu einem plötzlichen Netzwerkausfall führen. Eine übersichtliche Topologiekarte vereinfacht die Fehlersuche und Systemerweiterungen.
B2B-Beschaffungsrichtlinien für CANopen-Komponenten
Bei der Auswahl von Steuerungskomponenten für Fabrikautomatisierungsprojekte müssen Käufer frühzeitig die Hardwarekompatibilität prüfen. Moderne Prozessleitsysteme (PLS) basieren auf standardisierten Feldbusprotokollen für eine nahtlose Integration. Investitionen in zertifizierte CANopen-Kabel, robuste Steckverbinder und Original-Kommunikationsmodule senken die langfristigen Wartungskosten. Darüber hinaus verhindert der Kauf geprüfter Hardware ungeplante Produktionsstillstände bei hohem Durchsatz.
Anwendungsszenario: Förderband einer Verpackungsmaschinenanlage
In einer Abfüllanlage traten an drei ATV312-Antrieben, die von einer TM238LFDC24DT-SPS gesteuert wurden, sporadisch „Knotenverlust“-Fehler auf. Die Förderanlage stoppte zweimal pro Schicht willkürlich, was die Gesamtanlageneffektivität beeinträchtigte. Bei einer Inspektion vor Ort stellten die Techniker fest, dass der Installateur den 120-Ohm-Abschlusswiderstand am entferntesten Antriebsknoten vergessen hatte.
Das Technikerteam installierte einen Standard-Abschlusswiderstand von 120 Ohm am ATV312-Endanschluss. Außerdem trennten sie die CANopen-Kommunikationskabel von den 400-V-Hauptstromleitungen des Motors. Nachdem überprüft wurde, dass der Gesamtwiderstand des spannungslosen Busses auf 61.2 Ohm gesunken war, nahm das System den Betrieb wieder auf. Das Fördersystem läuft seit über sechs Monaten ohne Kommunikationsausfälle.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Frage 1: Kann ein kurzes CANopen-Netzwerk ohne 120-Ohm-Abschlusswiderstände funktionieren?
Ein kurzer Testlauf auf dem Prüfstand mag aufgrund der geringen Kapazität vorübergehend ohne Widerstände funktionieren. In Produktionsumgebungen entsteht jedoch elektromagnetisches Rauschen, das ohne ordnungsgemäße Terminierung zu sofortigem Paketverlust führt.
Frage 2: Welchen idealen Widerstandswert sollte ein Multimeter für einen intakten CANopen-Bus anzeigen?
Bei vollständig ausgeschaltetem System sollte die Widerstandsmessung zwischen CAN_H und CAN_L ungefähr 60 Ohm ergeben, was zwei parallelgeschalteten 120-Ohm-Widerständen entspricht.
Frage 3: Warum zeigt mein ATV312-Antrieb im SPS-System den Status „Betriebsbereit“ an, lässt sich aber nicht starten?
Dieses Problem tritt auf, wenn die Antriebsparameter FR1 oder CMD auf lokale Anschlüsse anstatt auf CANopen eingestellt bleiben. Sie müssen die Parameter der Antriebssteuerungsquelle über das Tastenfeld aktualisieren.
